ALLE SOLLEN EINS SEIN: WIE DU, VATER, IN MIR BIST UND ICH IN DIR BIN, SOLLEN AUCH SIE IN UNS SEIN, DAMIT DIE WELT GLAUBT, DASS DU MICH GESANDT HAST.

(JOH 17,21)

Gebet für die Einheit der Christen

Herr Jesus Christus,
du hast gebetet, dass alle eins seien.
Wir bitten dich um die Einheit der Christen
nach deinem Willen und auf deinen Wegen.
Dein Geist schenke uns,
den Schmerz der Trennung zu erleiden,
unsere Schuld zu erkennen,
und über jede Hoffnung hinaus zu hoffen.
Amen.

© Tägliches Gebet der Gemeinschaft Chemin Neuf nach Worten von Paul Couturier

Katholische Gemeinschaft mit
ökumenischer
Berufung

Die Brüder und Schwestern der Gemeinschaft Chemin Neuf legen ein besonderes Gelübde ab, in dem sie ihr Leben für die Einheit der Christen weihen.

Dies wurzelt in der Erfahrung unseres Gründers, Pater Laurent Fabre, der 1971 im gemeinsamen Gebet von katholischen und evangelischen Christen eine entscheidende Gottesbegegnung erlebte. Seitdem leben wir als „katholische Gemeinschaft mit ökumenischer Berufung“, die in der katholischen Kirche eingewurzelt ist, aber seit jeher Mitglieder verschiedenster Kirchen hat.

Wir haben den Wunsch, uns das Gebet Jesu zu eigen zu machen: “Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.” (Joh 17,21) und wir möchten heute hören, was der Heilige Geist den Kirchen auf dem Weg zur Einheit der Christen sagt.

Wir leben im Alltag als Christen verschiedener christlicher Konfessionen zusammen, beten täglich für die Einheit der Christen, pflegen Kontakte mit Christen verschiedenster Konfessionen in unseren Stadtvierteln und bilden uns weiter, um gemeinsam evangelisieren und das Werk des Auferstandenen in der Welt bezeugen zu können.

Die Vision des
“unsichtbaren Klosters”,
Net for God

www.netforgod.tv

Neben unserem täglichen Gebet für die Einheit beten wir in besonderer Weise Donnerstags für die Einheit der Christen, entsprechend einer Vision von Paul Couturier, einem französischen Priester und Begründer der „geistlichen Ökumene“ von 1944:


„Wenn jeden Donnerstagabend, dem wöchentlichen Gedenken des letzten Abendmahls Jesu, eine immer größer werdende Menge von Christen aller Konfessionen ein immenses Netzwerk rund um die Erde bilden würden – gleich wie ein großes unsichtbares Kloster, in dem alle völlig vom Gebet Christi für die Einheit ergriffen wären -, wäre das nicht die über der Welt aufgehende Sonne der Einheit der Christen? Sehnt sich der Vater nicht nach dieser Haltung des aufrichtigen, tiefen, feurigen geistlichen Wetteiferns, um die sichtbare Einheit zu realisieren?“


Von dieser Vision eines „Netzwerkes für die Einheit“ kommt auch unser Arbeitszweig „Net für God“, der Christen aller Konfessionen zur gemeinsamen Fürbitte ruft und mehrmals im Jahr 30minütige Dokumentarfilme zu verschiedensten Fragen der Einheit herausgibt: www.netforgod.tv